Fatima Zahra (a.) verlor ihre Mutter schon in einem sehr jungen Alter, nach den schwierigen Zeiten des Boykotts gegen ihre Familie, was natürlich sehr schwer für sie war, da sie noch so jung war. Doch sie vergaß auch das Leid ihres Vaters, Prophet Muhammad (s.), nicht und versuchte diesen Verlust für ihren Vater auszugleichen weshalb sie auch „Mutter ihres Vaters“ genannt wird.

Sie musste miterleben, wie ihr Vater beleidigt und beschmutzt wurde, und dabei immer geduldig geblieben ist. Dazu eine beispielhafte Geschichte:
Der Prophet (s.) verrichtete in der Moschee sein Gebet. Einige Mekkanische Götzendiener verhöhnten ihn. Einer von ihnen nahm eine blutbesudelte Gebärmutter eines frisch geschlachteten Kamels und hing sie über die Schultern des zur Niederwerfung versunkenen Propheten. Seine kleine Tochter war zugegen und musste mit ansehen, wie unverschämt und gefühllos mit ihrem geliebten Vater umgegangen wurde. Sie lief zu ihm und nahm ihm das Stück von den Schultern, während die Tränen über ihr Gesicht rollten. Nachdem der Prophet das Gebet beendet hatte, erhob er sich und sprach über die beteiligten, die damit seine kleine Tochter verängstigt und bekümmert hatten, seinen Fluch aus.

Was für eine wunderschöne Beziehung doch diese Tochter und dieser Vater hatten! Sie verteidigte ihn wo und wie sie nur konnte! Und er half ihr wo und wie er nur konnte. Er aß nie, ohne sie, stand auf, wenn sie das Zimmer betrat, konnte sich nicht in Ruhe schlafen legen, ohne seiner Tochter einen Kuss gegeben zu haben! Sie versuchte ihm, im Haushalt zu helfen und er versuchte ihr mehr väterliche Liebe und Zärtlichkeit zu geben, da ja die der Mutter fehlten.

All das Leid zerstörte Sayyida Fatima jedoch nicht! So viel Schwierigkeiten und Härten, wie sie Fatima Zahra erleben musste, machen natürlich jedem kleinen Kind zu schaffen, doch sie zerbrach nicht an all dem Leid, sondern wuchs daran. Not, Strapazen und immer und immer wieder zu meisternde Hindernisse und Probleme haben sie gestärkt und ihr Kraft gegeben. Sie wuchs heran und ihr Wille und ihr Geist wurden Stark und erstrahlten in ihr. Sie gewann die notwendige Bereitschaft und Kraft, auch weiteren Kämpfen und Bitternisse furchtlos und zuversichtlich die Stirn zu bieten.

Wir müssen uns an diesen Dingen ein Vorbild nehmen, denn sie ist die Fürstin der Frauen aller Welten, sie ist die beste Frau aller Frauen! Wenn wir eine geliebte Person verlieren dürfen und sollen wir ruhig trauern, doch wir dürfen nicht böse darüber sein, denn die zeit war abgelaufen.
Solch ein Verlust ist eine sehr sehr schwere Prüfung, doch Gott gibt niemandem eine Prüfung, die er nicht bestehen kann.
Auch an der liebevollen und respektvollen Beziehung zwischen Vater und Tochter müssen wir uns ein Vorbild nehmen. Wir müssen als Töchter respektvoller und liebevoller und hilfsbereiter mit unseren Vätern umgehen, und als Väter müssen wir ebenfalls liebevoller mit unseren Töchtern umgehen, ihnen zuhören und ihr Vertrauen gewinnen!

Eure Zeynep

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